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DemoUpCARMA & DemoUpStorage - die Projekte in Kürze

DemoUpCARMA (Demonstration and Upscaling of CARbon dioxide MAnagement solutions for a net-zero Switzerland) ist ein von der ETH Zürich geleitetes Pilotprojekt. Es hat zum Ziel, für zwei Pfade zur Erzeugung negativer Emissionen aufzuzeigen, wie sich diese umsetzen und hochskalieren lassen:

  • Nutzung und permanente Speicherung von CO2 in neuem und recycliertem Beton in der Schweiz mittels eines neuen Verfahrens.
  • Transport und permanente Speicherung von CO2 in einem geologischen Reservoir im Ausland.

DemoUpCARMA untersucht unter Berücksichtigung technologischer, wirtschaftlicher, regulatorischer, politischer und gesellschaftlicher Aspekte, wie diese Pfade mittel- bis langfristig optimalerweise gestaltet sein müssen und hochskaliert werden können. Negative Emissionen sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren und die Klimaziele des Landes zu erreichen.

DemoUpStorage ist ein Ableger-Projekt und mit dem zweiten Pfad verbunden. Es beinhaltet die Untersuchung und das Monitoring des geologischen Reservoirs in Island sowie dessen Skalierung für die Lagerung grösserer Mengen von CO2.

DemoUpCARMA und DemoUpStorage werden vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziert und unterstützt. Im Projekt wirken 24 Partner aus Wissenschaft und Industrie mit, die teils weitere finanzielle Mittel sowie Sachleistungen einbringen.

Förderer

Förderer

DemoUpCARMA wird vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziert und unterstützt.

News & Events

10.08.2022

Erster CO2-Transport in Island angekommen

Erster CO2-Transport in Island angekommen

Der erste Container mit 20 t CO2 aus der Schweiz ist nun in Island angekommen. In Island werden insgesamt 1'000 t mittels eines neuen Injektionsverfahrens in ein geologisches Reservoir eingelagert mit dem Ziel negative Emissionen zu erzeugen. DemoUpCARMA strebt an, alle Aspekte zu ermitteln sowie zu untersuchen, was entscheidend für die Machbarkeit und Skalierbarkeit beim Aufbau einer solchen CO2-Transportkette sind.

Die ersten 20 der insgesamt 1000 t haben nun Island erreicht, wo sie dann im Untergrund eingelagert werden. Insgesamt werden fünfzig Transporte getätigt. Das CO2 stammt von der Biogasanlage der ARA Bern. Es handelt sich somit um biogenes CO2, entstanden beim Zerfall organischer Materialien, die zuvor CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen hatten. Wird dieses CO2 dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt, gilt dies als Negativemission. DemoUpCARMA ist ein Pilotprojekt und untersucht unter anderem die Machbarkeit einer solchen CO2-Transportkette auf umfassende Weise. DemoUpCARMA soll aufzeigen, was es braucht, um CO2 einzulagern oder gar negative Emissionen zu erzeugen und damit klimapolitische Entscheide zu unterstützen.

CO2-Transport und Lagerung unter der wissenschaftlichen Lupe

Mit dem ersten geglückten Transport ist für das Projekt, welches bis Ende 2024 läuft, ein wichtiger erster Meilenstein erreicht: «Viele fragen sich, ob sich so ein Transport überhaupt lohnt, also, ob dieser wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht etwa eine negative Umweltbilanz aufweist. Unser Projekt ist wichtig, um so eine Transportkette in einem «Reallabor» zu untersuchen und Antworten auf genau diese Fragen mit wissenschaftlichen Methoden zu liefern.» sagt Viola Becattini, Projektmanagerin von DemoUpCARMA.

Die Transportkette setzt sich aus insgesamt fünf Etappen zusammen: Nach der Befüllung des Containers mit dem CO2 aus der ARA Bern wird dieser zum Cargobahnhof nach Weil am Rhein gefahren. Dort wechselt der Container auf die Schiene und fährt mit dem Güterzug zum Hafen Rotterdam (Niederlanden). Die längste Etappe legt dieser auf dem Schiff von Rotterdam nach Reykjavik (Island) zurück. Vom Hafen in Reykjavik wird es per Lkw zur Anlage in Helguvík transportiert, wo das CO2 von der isländischen Firma Carbfix zur Mineralisierung und dauerhaften Speicherung in eine Basaltgesteinsformation injiziert werden soll. Carbfix wendet diese Technik bereits seit etwa zehn Jahren an.

Überwachung der geologischen Lagerstätte

Neben dem Transport und den damit verbundenen Anforderungen, untersucht DemoUpCARMA und insbesondere sein Partnerprojekt DemoUpStorage auch die Lagerung des Schweizer CO2 im isländischen Untergrund. Dort unterstützt der Schweizerische Erdbebendienst an der ETH Zürich das isländische Unternehmen Carbfix bei der Überwachung der geologischen Lagerstätte über einen Zeitraum von zwei Jahren. Es soll genau untersucht werden, wie der Untergrund auf die Injektion des CO2 reagiert und wie dieses im dortigen Basaltgestein mineralisiert.

Somit untersuchen DemoUpCARMA und sein Partnerprojekt DemoUpStorage den gesamten Weg von der CO2-Abscheidung bis zur Speicherung, um für die Umsetzung solcher CO2-Managementlösungen die nötigen Rahmenbedingungen aufzuzeigen.

Tags: Aktuelles

14.07.2022

CO2-Mineralisierungsanlage vergrössert

CO2-Mineralisierungsanlage vergrössert

Der DemoUpCARMA Partner Neustark beginnt nun damit seine CO2-Mineralisierungsanlage kommerziell zu betreiben. Die Aufrüstung wurde im Rahmen von DemoUpCARMA realisiert und wird es erlauben, die gesamte Wertschöpfungskette zu validieren. Im neuen Video können sie sehen, wie die Anlage funktioniert.

Weitere Details zu diesem Prozess und den Zielen von DemoUpCARMA bezüglich dieses Pfades werden bald in einem Blogbeitrag auf dieser Webseite erläutert.

Tags: Aktuelles

19.05.2022

Bundesrat gibt grünes Licht zur Förderung von Negativemissionstechnologien

Der Bundesrat hat an seiner gestrigen Sitzung einen Bericht verabschiedet, der Massnahmen und Rahmenbedingungen aufzeigt, damit Technologien zur CO2-Abscheidung und Speicherung (CCS) sowie Negativemissionstechnologien (NET) im erforderlichen Umfang bis 2050 ausgebaut werden können. Der Bericht basiert auf einer Motion, die von der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates eingereicht wurde und den akuten Bedarf an Forschung und Entwicklung in diesem Bereich anerkennt (siehe Newsbeitrag vom 28. März 2022).

Damit die Schweiz ihr Ziel von Netto-Null Treibhausgasemissionen bis 2050 erreichen kann, sind Technologien zur CO2-Abscheidung und Speicherung sowie Negativemissionstechnologien für schwer vermeidbare Emissionen notwendig. Zwar sind solche Ansätze schon bekannt, aber sie stehen noch nicht im erforderlichen Umfang bereit. Damit ihr Ausbau in den nächsten dreissig Jahren umweltverträglich, kosteneffizient und gesellschaftlich akzeptiert erfolgen kann, sollten die nötigen Rahmenbedingungen bereits heute verbessert werden, hält der Bundesrat in seinem Schreiben fest. 
Dieser Beschluss unterstreicht die Wichtigkeit von DemoUpCARMA. In unserem Projekt erkundigen wir solche Technologien und analysieren deren Skalierbarkeit und Umsetzbarkeit.

Mehr Informationen:

28.03.2022

Motion zu Forschung und Entwicklung von Negativemissionstechnologien angenommen

Nach der Annahme durch den Nationalrat, stimmte kürzlich auch der Ständerat einer Motion zu, nach der die Forschung und Entwicklung von Negativemissionstechnologien durch den Bund gefördert werden sollen. Die Motion war von Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Nationalrates eingereicht worden und erkennt den akuten Bedarf an Forschung und Entwicklung in diesem Bereich an.
DemoUpCARMA trägt dazu bei, Technologien zur Erzeugung von negativen Emissionen  zu entwickeln und deren Skalierbarkeit und Umsetzbarkeit zu prüfen.

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