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DemoUpCARMA & DemoUpStorage - die Projekte in Kürze

DemoUpCARMA (Demonstration and Upscaling of CARbon dioxide MAnagement solutions for a net-zero Switzerland) ist ein von der ETH Zürich geleitetes Pilotprojekt. Es hat zum Ziel, für zwei Pfade zur Erzeugung negativer Emissionen aufzuzeigen, wie sich diese umsetzen und hochskalieren lassen:

  • Nutzung und permanente Speicherung von CO2 in neuem und recycliertem Beton in der Schweiz mittels eines neuen Verfahrens.
  • Transport und permanente Speicherung von CO2 in einem geologischen Reservoir im Ausland.

DemoUpCARMA untersucht unter Berücksichtigung technologischer, wirtschaftlicher, regulatorischer, politischer und gesellschaftlicher Aspekte, wie diese Pfade mittel- bis langfristig optimalerweise gestaltet sein müssen und hochskaliert werden können. Negative Emissionen sind ein wesentlicher Bestandteil, um die Treibhausgasemissionen der Schweiz bis 2050 auf Netto-Null zu reduzieren und die Klimaziele des Landes zu erreichen.

DemoUpStorage ist ein Ableger-Projekt und mit dem zweiten Pfad verbunden. Es beinhaltet die Untersuchung und das Monitoring des geologischen Reservoirs in Island sowie dessen Skalierung für die Lagerung grösserer Mengen von CO2.

DemoUpCARMA und DemoUpStorage werden vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziert und unterstützt. Im Projekt wirken 24 Partner aus Wissenschaft und Industrie mit, die teils weitere finanzielle Mittel sowie Sachleistungen einbringen.

Förderer

Förderer

DemoUpCARMA wird vom Bundesamt für Energie (BFE) und vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziert und unterstützt.

News & Events

DemoUpCARMA an der ETH Energy Week 2022

DemoUpCARMA an der ETH Energy Week 2022

Vom 5. bis 11. Dezember findet wieder die ETH Energy Week 2022 statt mit einer Reihe von Vorträgen, Diskussionen und einer Ausstellung rund um das Thema der  «Energy in Transition».

Am Eröffnungssymposiums am 5. Dezember wird Projektleiter Prof. Marco Mazzotti im Rahmen seines Vortrags über "Die Rolle von negativen Emissionstechnologien bis 2050" DemoUpCARMA vorstellen. Das Programm des Symposiums und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Am 8. Dezember wird Prof. Mazzotti zudem an einem Fokus-Dialog (17:00 - 18:00 Uhr) teilnehmen, um Fragen rund um die Anforderungen an Infrastrukturen für den Energiewandel diskutieren. Die Fokus-Dialoge werden online (Zoom) abgehalten. Den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Tags: Anlässe

07.11.2022

Vorläufige CO2-Injektion in Hellisheiði hat begonnen

Das in der Schweiz abgeschiedene und verflüssigte Kohlendioxid wird nun von Carbfix über die bestehenden Bohrungen des Geothermiekraftwerks in Hellisheiði, Island, zur dauerhaften Mineralisierung in den Untergrund injiziert. Verzögerungen beim Bau der neuen Injektionsanlage in Helguvík, die speziell für DemoUpCARMA, CO2SeaStone und DemoUpStorage errichtet wird, erforderten die vorübergehende Nutzung der bestehenden Bohrungen von Carbfix. Die Injektionen in Helguvík sollen im Jahr 2023 beginnen, nachdem die Bohrungen und erste seismische Untersuchungen abgeschlossen sind.

Aufgrund von Unterbrechungen in den globalen Lieferketten verzögerte sich der Beginn der Installationsarbeiten am vorgesehenen Injektionsort in Helguvík; die Bohrarbeiten sind derzeit noch im Gang. In der Zwischenzeit wird die bestehende Injektionsinfrastruktur des isländischen Projektpartners Carbfix in Hellisheiði genutzt, um mit der Injektion von Schweizer CO2 für die dauerhafte Mineralisierung im Untergrund zu beginnen. Sobald die Anlage in Helguvík in Betrieb ist, wird eine neuartige Injektionstechnik mit Meerwasser anstelle von Süßwasser getestet. Bislang wurden vier ISO-Behälter mit insgesamt 80 Tonnen CO2 zum Standort Hellisheiði transportiert. Nach der Injektion des CO2 werden die ISO-Container in die Schweiz zurückgebracht. Bei der ARA Bern werden sie wieder mit CO2 befüllt und anschliessend nach Island verschifft.

Etabliertes Injektionsverfahren in Hellisheiði

Carbfix hat seine Mineralisierungstechnologie im Geothermie-Kraftwerk Hellisheiði entwickelt, wo seit 2012 mehr als 80 000 Tonnen CO2 in den Untergrund injiziert wurden. Das Carbfix-Verfahren imitiert und beschleunigt einen natürlichen Prozess. Es erfordert nur CO2, Wasser und günstige Gesteinsformationen und keine weiteren Zusätze für die Mineralisierung. Das CO2 wird vor Ort aus dem nahe gelegenen Geothermie-Kraftwerk gewonnen. Der Mineralisierungsprozess im basaltischen Untergrund ist an diesem Standort wissenschaftlich bestätigt worden.

Die Injektion des aus der Schweiz angelieferten CO2 am Standort Helguvík ist für Anfang 2023 geplant, da die Bohrarbeiten noch andauern. Im Anschluss an die Bohrungen wird eine erste Reihe seismischer Messungen durchgeführt, bevor die oberirdische Injektionsanlage errichtet wird. Der Schwerpunkt liegt dort auf der Anwendung eines neuen Verfahrens, bei dem CO2 in Meerwasser statt in Süßwasser gelöst wird, bevor es zur Mineralisierung in den basaltischen Untergrund injiziert wird.

Tags: Aktuelles

19.09.2022

Seismisches Netzwerk und Bohrstart

Seismisches Netzwerk und Bohrstart

Die Vorbereitungen für die Installation der Injektionsanlage in Helguvík sind in vollem Gange. Die Bohrungsarbeiten sind gestartet und das seismische Netzwerk ist nun aufgebaut.

In Helguvík, einer Gemeinde nordöstlich des Flughafens Keflavik (Island), haben die Bohrungsarbeiten begonnen. Gebohrt wird derzeit das Überwachungsbohrloch, von dem aus die Mineralisierung des CO2 im Untergrund mittels geochemischer Methoden durchgeführt wird. Die Bohrungen für das nahe gelegene Injektionsbohrloch werden bald nach Fertigstellung der ersten Bohrung beginnen. Über dieses Bohrloch wird später das in Salzwasser aufgelöste CO2 aus der Schweiz in den basaltischen Untergrund injiziert.

Nach Abschluss der Bohrungsarbeiten wird die Injektionsausrüstung in einem Container direkt am Ende des Injektionsbohrlochs installiert. Mit der Injektion des CO2 kann voraussichtlich Ende Jahr gestartet werden. Lieferengpässe aufgrund der COVID-Pandemie sowie des Konflikts in der Ukraine führten zu Verspätungen, was den ursprünglich früher vorgesehenen Start der Bohrungen verzögerte.

Parallel zu den Bohrungsarbeiten hat ein Team des Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich ein seismisches Netzwerk bestehend aus fünf Messstationen aufgebaut. Diese sind in einem Radius von 300 Metern um den Standort des geplanten Injektionsbohrloch platziert, um Veränderungen im Untergrund zu messen, die potentiell im Zusammenhang mit der Injektion des CO2-Salzwassergemischs im Untergrund entstehen können.

Die Injektionsanlage befindet sich in einem Industriegebiet, so dass keine Lärmbelästigung oder andere Beeinträchtigungen für die Bevölkerung der benachbarten Gemeinden Suðurnesjabær und Reykjanesbær auftreten können.

Tags: Aktuelles

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